Trockenes Auge

Das „Trockene Auge“ (Keratoconjunctivitis sicca) ist eine Benetzungsstörung der Augenoberfläche und eine der häufigsten Erkrankungen im Bereich der Augenheilkunde. Etwa 5-6% der Bevölkerung sind von der neuen Zivilisationskrankheit betroffen. Meist sind die Beschwerden harmlos, aber sehr unangenehm.

Erkrankung und Ursachen

Das Trockene Auge entsteht, wenn zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird oder ihre Zusammensetzung ungünstig ist. Dadurch verdunstet der Tränenfilm zu schnell.

Dies kann mehrere Ursachen haben, die oft erst in der Summe zu Beschwerden führen:

  • Nachlassende Tränenproduktion im Alter
  • Nachlassende Häufigkeit des Lidschlages (bei Naharbeit, Fernsehen, Bildschirmarbeit)
  • Unausgewogene Ernährung (z.B. geringe Trinkmenge, Koffein)
  • Hormonumstellungen (z.B. Wechseljahre)
  • Einnahme von Medikamenten wie z.B. blutdrucksenkende Mittel, Schlafmittel, Psychopharmaka, Anti-Baby-Pille
  • Umweltbelastungen und klimatische Einflüsse (geschlossene Räume, Zugluft, Zigarettenrauch, Heizungsluft, Klimaanlagen, Sonneneinstrahlung, Abgase)
  • Tragen weicher Kontaktlinsen
  • Allgemein-Erkrankungen (Rheuma, Diabetes, entzündliche Haut- und Gefäßerkrankungen, Nervenlähmung (z.B. Schlaganfall))
  • Zeitlich begrenzt nach Augenoperationen

 

Symptome

Das Trockene Auge wird von verschiedenen typischen Symptomen begleitet. Grundsätzlich gilt, dass länger anhaltende Beschwerden augenärztlich beurteilt werden sollten. Die häufigsten Symptome des Trockenen Auges sind: Fremdkörpergefühl, Jucken, Brennen, Lichtempfindlichkeit, Tränenfluss, Druckgefühl und Rötung.

Behandlung

Zunächst ist es wichtig, sicherzustellen, dass Ihre tägliche Trinkmenge ausreicht. Ca. 2 Liter Flüssigkeit werden empfohlen. Äußere Bedingungen sollten möglichst günstig beeinflusst werden. Falls dennoch Beschwerden bestehen, sollten Sie Ihren Augenarzt aufsuchen. Wichtig ist es, beim Trockenen Auge einen stabilen Tränenfilm von guter Qualität zu erzielen und frühzeitig die entzündliche Komponente zu therapieren. In den meisten Fällen ist eine Dauer-Therapie mit „Tränenersatzmitteln“ wie Augentropfen, Augen-Gel oder -Spray ausreichend. Die Wahl des richtigen Mittels hängt vom Schweregrad des Trockenen Auges ab. Individuell werden die Wirksamkeit und die Verträglichkeit der verschiedenen Benetzungsmittel auch unterschiedlich empfunden. Daher ist es ratsam, mehrere Präparate auszuprobieren. Die Kosten für die Medikamente übernimmt nur die Private Krankenkasse. In vielen Fällen kann trotz Therapie keine dauerhafte und absolute Beschwerdefreiheit erreicht werden! Auch vorübergehende Verschlechterungen im Laufe der Behandlung sind möglich.

Eine Verbesserung der Alltags-Umstände, -Verhaltensweisen und Optimierung der Ernährungsweise können die Qualität und die Menge des Tränenfilms ebenfalls positiv beeinflussen. Auch operative Möglichkeiten stehen zur Wahl. (hier bitte Ankerpunkt zum Anfang OP-Tränenwege setzen)

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch.

 

Download: Informations-Flyer Trockenes Auge


Unser Podcast zum Thema:

 


Links


Das trockene Auge - Broschüre des Berufsverbandes der Augenärzte

 

 

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